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Ivy Berlin

Unser neues Lieblingscafé und Workspace in Neukölln

Text/Interview: Sara Umbreit, Fotos: Damian Tauchert

Das Ivy Berlin bietet ab 20.02. neben hervorragendem Kaffee und Hausgemachtem auch viel Inspiration und Anregung zum Arbeiten...

Wer, der im Home Office arbeitet, kennt das nicht: Viele Cafés im Kiez sind oft schon bis auf den letzten Platz besetzt und andere verbieten gar das Arbeiten am Laptop, damit die Stimmung nicht zu sehr in "Arbeit" ausartet.

Lösungen müssen her: Workspaces schießen gerade zu aus dem Boden. Doch unter 150€ pro Monat ist man meist nicht dabei und auch gerade dort entsteht schnell wieder eine büroartige Stimmung, welcher man als Freelancer oft eher versucht zu entkommen.

IVY Berlin bietet da genau das perfekte Setting in der Weserstraße 44: Eine stilvoll und offen eingerichtete Location, die wortwörtlich Raum für Inspiration gibt und mit seiner Atmosphäre geradezu zum freien Arbeiten einlädt. Und wer einfach nur den guten Kaffee von Philipp oder das hausgemachte Granola von Franz geniessen will ist natürlich mehr als willkommen. Es ist ein Space entstanden, der weder Büro- noch reinen Café-Charakter hat, sondern ein neues, offenes Konzept anbietet, indem Arbeit und Freizeit ineinander übergehen dürfen.

Die efeugrünen Fliesen sind das dekorative Highlight im Eingangsbereich des IVY

Wie gestaltet sich euer Konzept?

Franz: Wir sind ein Café & Workspace. Wir bieten Speciality Coffee, geröstet von Bonanza in Kreuzberg; eine kleine Auswahl an Gerichten - verschiedene Brote, hausgemachtes Granola oder Croissants - aber neben dem klassischen Café möchten wir auch einen Raum schaffen, der zum Arbeiten anregt. Zum Schreiben, lesen, Emails beantworten, große Pläne machen oder für ein lockeres Meeting. Unser Workspace ist aber kein Co-Working Büro; man muss sich nicht einmieten oder eine Mitgliedschaft bezahlen. Wir möchten auch keine Büroatmosphäre erzeugen, sondern eher eine spannende Alternative zum Büro oder dem Home Office sein. Vielleicht mit etwas lauterer Musik, und besserem Kaffee!

Für die Ausstattung der Tische und Hocker hat Nutsandwoods gesorgt

Wie seid ihr auf den Namen IVY gekommen und aus welchem Hintergrund heraus ist das Café entstanden?

Philipp: Franz und ich haben versucht, uns einen Namen einfallen zu lassen. Wir haben uns ungefähr 100 Ideen an den Kopf geworfen; manche hatten Bezug zur Adresse, oder zu unseren Namen, oder gingen Richtung “Butchery”, da unser vorderer Raum einmal eine Fleischerei beherbergt hat. Was Gescheites war da aber nicht dabei. Und dann ein paar Tage später lief bei uns ‘Ivy’ von Frank Ocean, und da hat’s auf einmal klick gemacht. Irgendwie passte der Name zu uns.

Was können wir im IVY Besonderes entdecken?

Philipp: Gute Frage... Ich entdecke gerade, dass wir trotz “nur” ca. 100 Quadratmetern unglaublich viele verschiedene Arten von Plätzen für unsere Gäste haben. An unseren großen Tischen, wenn du dich ausbreiten musst; unsere Couch zum entspannen; kleine Tische für dich und dein Date, oder vorne direkt bei uns an der Bar, wo du etwas mehr von dem typischen Neuköllner Straßenleben mitkriegst.

Der helle und klare Raum im Hinterbereich lädt zum Arbeiten und Verweilen ein - ob mit Laptop oder einem guten Buch

Worauf habt ihr den Fokus bei der Innengestaltung des IVY gesetzt? Mit welchen Design Studios habt ihr kooperiert?

Philipp: Wir haben ja zwei Räume hier, die beide sehr unterschiedlich sind und auch sehr unterschiedlich funktionieren. Der Gastraum vorne hat schon einen unglaublich prägnanten und starken Ausdruck für sich alleine. Hier haben wir versucht, die Atmosphäre durch unsere Möbel und die Materialien, die wir verwendet haben, zu beruhigen und nur noch die essentiellen Dinge stehen zu haben, ohne dabei den originalen Charme zu verlieren.

In unserem zweiten, hinteren Gastraum, lag unser Fokus auf einem cleanen und ruhigem Stil. Die Gratwanderung zwischen clean und steril finde ich dabei immer schwierig. Denn natürlich soll man sich im Ivy auch wohlfühlen und nicht wie in einer Ausstellung. Daher haben wir Neues und Altes gepaart. Zum Beispiel unsere Oak-Tische vom Designstudio Nutsandwoods und die alten Kantinestühle, welche wir auch hier in Berlin bei Urban Industrial gefunden haben.

Die Pflanzen, die wir diese Woche von Exotic Green - Die Palme bekommen haben, erwecken den Raum schließlich zum Leben. Der Charakter ist insgesamt cool und gesetzt - man fühlt sich sofort wohl.

"In unserer Nachbarschaft haben wir einige der coolsten Bars und Restaurants Berlins und sind vor allem umgeben von interessanten, offenen und lockeren Menschen." - Philipp

Habt ihr den Standort in der Weserstraße bewusst gewählt?

Franz: Nein, und rückblickend hatten wir viel Glück bei unserer Locationsuche. Wir haben ungefähr einen Monat nach dem passenden Standort gesucht, in Mitte, Kreuzberg sogar im Prenzlauer Berg... Dass es Neukölln werden würde, hatten wir am Anfang glaube ich beide überhaupt nicht auf dem Zettel. Als wir dann aber die Räumlichkeiten hier in der Weserstraße zum ersten Mal betreten haben, gab es sofort keine Alternative mehr für uns. Wir haben dann nach und nach die Gegend besser kennen gelernt, und sogar die letzten zwei Monate direkt um die Ecke gewohnt. Heute bin ich unglaublich froh, dass wir hier in Neukölln sind.

Franz kreiert leckere Snacks - auch vegane Variationen werden angeboten
Der Kaffee kommt von der Kreuzberger Rösterei Bonanza
Ab dem 20.02. sind die Türen des IVY geöffnet

Text/Interview: Sara Umbreit
Fotos: Damian Tauchert